Innovation aus Oberfranken: Wiegand-Glas will Glas vollständig recyceln und bekommt dafür Fördergelder

Altglas vollkommen recyceln, das will Wiegand Glas in Steinbach am Wald im Landkreis Kronach. Für die Entwicklung eines neuen Verfahrens hat die Firma gestern einen Bescheid über 1,3 Millionen Euro Fördergeld bekommen.

Konkret geht es dabei um eine Art Glas-Staub, der beim Zerbrechen von Glas entsteht – bisher schwimmt der auf dem geschmolzenen Glas und verstopft die Anlage. Dieser Staub soll künftig zusammengepresst werden, um ihn dann als Briketts weiter verarbeiten zu können. Damit würden die CO²-Emissionen von
14.000 Tonnen auf 700 Tonnen reduziert. Wiegand will die neue Anlage in eineinhalb Jahren in Betrieb nehmen.

Wiegand-Glas gibt es seit dem 16. Jahrhundert und stammt aus der Rhön. Anfang des 20. Jahrhunderts hat Wiegand sechs Glaswerke betrieben, von denen nach dem zweiten Weltkrieg das in Steinbach am Wald übrig geblieben ist. Nach dem Fall der Mauer hat sich Wiegand wieder nach Ostdeutschland vergrößert und das Familienunternehmen gehört inzwischen zu den größten Behälterglas- und PET-Preformherstellern in Deutschland.