Insolvenz bei AWG: Drei Monate Zeit für neue Pläne des Modehändlers mit Filialen in Kulmbach, Naila und Müncherg

Die Flaute auf dem Textilmarkt trifft auch die Mode-Handelskette AWG. Weil das Herbstgeschäft nach dem langen Sommer praktisch ausgefallen und der Textilmarkt ohnehin hart umkämpft sei, musste AWG Insolvenz beantragen. Das hat Unternehmenssprecher Veit Mathauer unserem Sender bestätigt.
Die Stuttgarter Handelskette, die auch im fritz-Einkaufszentrum in Kulmbach eine Filiale unterhält, aber auch in Münchberg, Naila und Wunsiedel, hat ein so genanntes Schutzschirmverfahren beantragt, das bedeutet, eine Insolvenz in Eigenregie.
Nach Mathauers Worten sind seit Montag der AWG-Geschäftsführer und ein Generalbevollmächtigter dabei, die Zahlen zu sichten und nach Alternativen zu suchen. Drei Monate haben sie jetzt Zeit, einen Zukunftsplan für AWG auf die Beine zu stellen. Ob alle Filialen erhalten bleiben, oder einzelne geschlossen werden müssen und ob es große Einschnitte geben wird, kann man nach den Worten des Unternehmenssprechers nicht sagen.
In Kulmbach sind es bei AWG mit den Aushilfen sieben Mitarbeiterinnen, bundesweit hat die Kette 300 Filialen und fast 3.000 Mitarbeiter.