Iraner in Oberfranken bangen: Drohende Abschiebung macht Todesangst

Der junge Kulmbacher Iraner Farsan, der vor drei Wochen in den Iran abgeschoben werden sollte, bangt weiter um ein Bleiberecht in Deutschland. Die evangelische Regionalbischöfin von Oberfranken, Dorothea Greiner, macht im Gespräch mit Radio Plassenburg deutlich, neben Farsan haben aktuell zwei Familien in Coburg und Bamberg tatsächlich Todesangst, weil sie zum Christentum übergetreten sind und abgeschoben werden sollen.

Die Regionalbischöfin betont, der Iran gehöre zu den Ländern, in denen Christen verfolgt werden. Sie bedauert, dass gerade die oberfränkische Ausländerbehörde sehr strikt mit konvertierten Christen umgeht und sie seit Anfang des Jahres ausweist.
Der junge Kulmbacher Farsan zum Beispiel wartet zwar auf das Ergebnis seiner Anhörung und neben der Regionalbischöfin setzen sich viele Freunde und auch Politiker für ihn ein, gleichzeitig erhöht aber auch die Ausländerbehörde den Druck. Engmaschige Kontrollen nennt man das, eine Razzia in der Asylunterkunft vergangene Woche, zwei weitere Besuche der Polizei dort und immer die Frage, wo ist Farsan? Der schläft inzwischen bei Freunden, aus Angst dass er wieder verhaftet wird, obwohl er sich ja nichts zuschulden hat kommen lassen.