Juristischer Streit um den Gasthof Fels: Landkreis Kulmbach behält sich Berufung vor

Nach dem Urteil zum Gasthof Fels bei Schwarzenbach an der Landkreisgrenze zwischen Kronach, Kulmbach und Hof, wartet der Landkreis Kulmbach die schriftliche Urteilsbegründung ab und entscheidet dann, ob er in Berufung geht.

Das Bayerische Verwaltungsgericht in Bayreuth hat gestern die Bescheide der Landratsämter Kulmbach und Hof zur Ausübung des Vorkaufsrechts für das Grundstück und den Gasthof Fels aufgehoben und den jeweiligen Klagen stattgegeben. Käufer Jens H., bekannte Größe in der Nazi-Szene, hatte gegen entsprechende Bescheide geklagt.

Die Landkreise Hof und Kulmbach als Träger des Naturparks Frankenwald e.V. wollen aus dem Gelände einen Naturparkzentrum machen und pochen dafür auf ihr Vorkaufsrecht.

Aus dem Kulmbacher Landratsamt heißt es nun, das Gericht habe von einem überzeugenden Nutzungskonzept gesprochen. Ob die beiden Landkreise in die nächste Instanz gehen und einen neuen Anlauf nehmen, den Gasthof Fels zu bekommen, hängt von den Details in der Urteilsbegründung ab. Die gibt’s schriftlich und soll dann ausgewertet werden.