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Justizminister: Straftaten mit und auf Handys häufen sich

Nürnberg (dpa/lby) – An Bayerns Schulen mehren sich nach Darstellung der Landesregierung Straftaten mit Handy-Telefonen. Das Justizministerium berichtete am Montag davon, dass auf den Displays Hakenkreuze, Gewaltvideos und kinderpornografische Inhalte zu sehen seien. Allein 2019 seien 30 Jugendliche und Heranwachsende verurteilt worden, weil sie kinderpornografische Inhalte besessen, erworben oder verbreitet haben. Viele wüssten nicht, wie schnell sie sich strafbar machen könnten. Im Bereich Kinderpornografie sei bundesweit die Zahl der Tatverdächtigen unter 18 Jahren von 1373 (2018) auf 4139 (2019) und dann auf 7643 (2020) gestiegen.

«Wir wollen Kinder und Jugendliche für das Thema sensibilisieren und einen Beitrag zur Prävention leisten», sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU). «Wir wollen alle Schülerinnen und Schüler vor Straftaten und Strafverfahren schützen.» Gemeinsam mit Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) startete er eine Kampagne zur Vorbeugung unter dem Titel «Mach Dein Handy nicht zur Waffe». Dazu gibt es auch ein Video mit dem Influencer Falco Punch. Es solle dazu beitragen, die jungen Leute im Internet abzuholen, wo sie sich besonders gern und oft aufhielten.

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