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Kabarettist Asül nimmt Söder in Vorabfastenpredigt aufs Korn

München (dpa/lby) – Mit einer schriftlichen Bußrede hat Kabarettist Django Asül als Fastenprediger die Staatsregierung aufs Korn genommen. Zwar findet das traditionelle «Politiker-Derblecken» beim Starkbier-Anstich auf dem Nockherberg in München eigentlich am 3. März und mit Kabarettist Maxi Schafroth statt, doch Asül teilte schon am Donnerstag in der «Süddeutschen Zeitung» unter anderem gegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) aus.

Asül warnte Söder darin vor der «Versuchung», Kanzlerkandidat der Union werden zu wollen: Der CSU-Chef könne damit rechnen, wie der FC Bayern am Flughafen «in Berlin sauber ausgebremst zu werden, falls er dort gelandet sein sollte. Wo ein Bayer außerhalb Bayerns etwas bewegen will, ist ihm Widerstand sicher.» Um den Freistaat müsse sich Söder in dem Fall aber keine Sorgen machen. Aiwanger sei schließlich «Vize-Ministerpräsident und Oppositionsführer in Personalunion – und nebenbei Vertriebskoordinator von Wischmopps und ähnlichen Freizeitgeräten».

Asül war bei dem traditionellen Starkbier-Anstich auf dem Nockherberg bislang nur einmal als Fastenprediger aufgetreten, dabei hatte er Teile des Publikums mit zu derben Witzen verärgert. Nach corona-bedingter Absage im Vorjahr soll die Veranstaltung dieses Jahr am 3. März wieder stattfinden – wegen der Corona-Pandemie wird aber kein Publikum dabei sein. Stattdessen überträgt der Bayerische Rundfunk live.

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