Der damalige Papst Benedikt XVI. winkt den Gläubigen zu., © Gregorio Borgia/AP/dpa/Archiv

Katholisches Landeskomitee würdigt Benedikt XVI.

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat sich tief betroffen über den Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. geäußert. Der Vorsitzende Joachim Unterländer würdigte Benedikt XVI. als einen Vordenker in vielen Bereichen der katholischen Theologie. «Benedikt XVI. war «der deutsche Papst», vor allen Dingen aber ein «bayerischer Papst», der im Freistaat an vielen Stellen seine Spuren hinterlassen hat», heißt es in der Mitteilung der Vertretung der katholischen Laien in Bayern.

Joseph Ratzinger habe die katholische Theologie im deutschsprachigen Raum geprägt wie kaum ein anderer Theologe im vergangenen Jahrhundert. Seiner Heimat Bayern sei er stets verbunden geblieben.

Auch wenn es in den vergangenen Jahren vermehrt Kritik an Benedikt XVI gegeben habe, beispielsweise was seine Rolle in der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche betreffe, so seien es hoffentlich andere Dinge, die den Menschen von ihm in Erinnerung bleiben werden.

«Seine Bescheidenheit und seinen klaren Geist haben die Gläubigen stets bewundert, er vermochte es, die Jugend zu begeistern, was man nicht zuletzt beim Weltjugendtag in Deutschland spüren konnte, und er war ohne Zweifel einer der größten Denker, die die katholische Kirche je hervorgebracht hat.» Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern werde ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.