Keine heiße Spur zu Tötungsdelikt in Kulmbach: Ermittlungen in alle Richtungen

Zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt an einer 92-jährigen Frau in Kulmbach Mitte August hat die Polizei bisher noch keine näheren Ermittlungsergebnisse. Nach den Worten von Polizeisprecher Alexander Czech gibt es keine heiße spur in dem Fall. Personen aus dem nähren Umfeld der 92-jährigen Frau seien überprüft worden und man ermittle in alle Richtungen, einen konkreten Verdacht gebe es aber aktuell nicht.

Dass die betagte Frau in Kulmbach keines natürlichen Todes gestorben war, hatte man erst bei der Feuerbestattung ihres Leichnams in einem Krematorium in Thüringen festgestellt. Dort wird anders als  in Bayern vor jeder Feuerbestattung eine zweite Leichenschau vorgeschrieben. Dabei hatte der Rechtsmediziner Spuren von Gewalteinwirkung gegen die 92-Jährige entdeckt, die vorher in Kulmbach nicht aufgefallen waren.

Eine Nachbarin hatte die 92-jährige Kulmbachern am 15. August nachmittags bewusstlos in ihrer Wohnung in der Spitalgasse gefunden und die Rettungskräfte gerufen. Die Seniorin starb kurze Zeit später.  Erst vier Wochen nach dem Tod der Frau hat die Kripo den Fall auf den Tisch bekommen. Inzwischen gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus.