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Keine Reue nach Messerattacke auf Polizisten

München (dpa/lby) – Im Prozess um einen Messerangriff auf einen Polizisten hat der 24-jährige Beschuldigte vor Gericht keine Reue gezeigt. Aus Hass und purer Verzweiflung habe er den Beamten angegriffen und ihm im Münchner Hauptbahnhof von hinten ein Küchenmesser in den Nacken gerammt, sagte er am Donnerstag beim Auftakt im Prozess wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München I.

Nach Aussage des angegriffenen Polizisten habe der 24-Jährige ihn noch beobachtet, als er verletzt am Boden lag. Der Beamte wurde bei dem Angriff im vergangenen Dezember schwer verletzt. Er erlitt eine rund acht Zentimeter tiefe Wunde und musste notoperiert werden. Während er nach dem Angriff zunächst nur die linke Hand bewegen konnte, habe er überraschend schnell Fortschritte gemacht, sagte der heute 31-Jährige. Seit Mitte September sei er auf eigenen Wunsch wieder im Polizeidienst, allerdings nicht mehr auf Streife.

Die Staatsanwaltschaft fordert in dem Prozess, dass der Angeschuldigte wegen einer psychischen Erkrankung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Der 24-Jährige sagte vor Gericht, Stimmen hätten ihm befohlen, einen Polizisten anzugreifen.