Das Technische Hilfswerk sucht nach dem Fund einer Kinderleiche den Grund der Donau ab., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Kinderleiche im Fluss: Kripo hängt an Donau Plakate aus

Zweieinhalb Monate nach der Entdeckung einer Kinderleiche in der Donau hat die Kripo die Fahndung nochmals intensiviert. Entlang des Flusses seien am Mittwoch Fahndungsplakate aufgehängt worden, berichtete die Polizei am Donnerstag. Die Ermittler hatten den erneuten Zeugenaufruf zuvor bereits angekündigt. Bislang waren schon mehr als 60 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die aber letztlich keine Erkenntnisse auf den Täter oder das Opfer brachten.

Am 19. Mai hatte ein Kanufahrer beim oberbayerischen Vohburg den Leichnam eines etwa vier bis sechs Jahre alten Buben in der Donau entdeckt. Die Leiche war verpackt und lag bereits eine längere Zeit im Wasser. Mehrere Suchaktionen der Kripo am Ufer und in der Donau mit Spezialtechnik und Suchhunden blieben danach erfolglos. Bislang ist völlig unklar, wer der Junge war und wie er in den Fluss gelangt ist.

Die Kripo überprüft derzeit mehr als 100 Vermisstenfälle aus Deutschland und weitere im Ausland. In vielen dieser Fälle, die teils schon längere Zeit zurückliegen, seien zeitintensive Nachforschungen anzustellen, berichtete das Ingolstädter Polizeipräsidium. «Nur so kann gewährleistet werden, dass keine relevanten Details übersehen werden.»