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Kinderwagen in Brand gesteckt: Prozess wegen fünffachen Mordversuchs gegen jungen Kulmbacher

Ab heute steht ein 24-jähriger Kulmbacher in Bayreuth vor Gericht. Er hatte im vergangenen August in einem Mietshaus in der Kulmbacher Fischergasse einen Kinderwagen im Treppenhaus in Brand gesteckt. Weil er damit gerechnet habe, dass Menschen zu Tode kommen, wirft die Staatsanwaltschaft Bayreuth dem Angeklagten fünffachen versuchten Mord vor. Der junge Mann gilt als psychisch angeschlagen, deswegen geht die Staatsanwaltschaft laut Nordbayerischer Kurier von eingeschränkter Schuldfähigkeit aus.

Der 24-Jährige war noch während der Löscharbeiten letzten August festgenommen und soll die Tat weitestgehend gestanden haben. Fünf Bewohner waren damals mit Rauchvergiftungen gerettet worden.

Außerdem ist er mehrfach vorbestraft. Unter anderem als Jugendlicher hatte er vor vier Jahren in einem Mietshaus in der Kulmbacher Sutte ebenfalls einen Kinderwagen im Treppenhaus in Brand gesteckt und war zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am Verfahren beteiligt ist auch ein psychiatrischer Gutachter, weil es möglicherweise auch um die Frage geht, ob der Kulmbacher in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird.