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Kommunion-Streit: Kardinäle und Bischöfe Donnerstag in Rom

Rom (dpa/lby) – Im Streit in der katholischen Kirche um die Teilnahme von Protestanten an der Eucharistiefeier soll es noch in dieser Woche ein klärendes Gespräch in Rom geben. Der Vatikan lud eine Gruppe deutscher Kardinäle und Bischöfe für Donnerstag zu Gesprächen mit Vertretern der Kurie ein. Dabei sind auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Münchner Kardinal Reinhard Marx, sowie der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Der Papst hatte das Gespräch in Rom vorgeschlagen.

In der Bischofskonferenz war es zum offenen Bruch über die Frage gekommen, ob die Eucharistiefeier für Protestanten geöffnet wird. Sieben Bischöfe – darunter Woelki und fünf bayerische Bischöfe – hatten sich in einem Schreiben an den Vatikan gegen eine Entscheidung der DBK im Februar gewandt. Diese sieht vor, dass Ehepaare unterschiedlicher Konfessionen im Einzelfall gemeinsam an Eucharistiefeiern in katholischen Kirchen teilnehmen dürfen. Die Gruppe um Woelki zieht in Zweifel, dass eine nationale Bischofskonferenz einen solchen Beschluss fassen kann.

Die Diskussion um ein gemeinsames Abendmahl ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt zwischen Katholiken und Protestanten. Bislang konnten Protestanten bei den Katholiken quasi nur unter der Hand an der Eucharistiefeier teilnehmen.