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Kontrollen von Lastwagen und Bussen in ganz Bayern

Grasbrunn (dpa/lby) – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will die Lastwagen-Kontrollen im Freistaat ausbauen. «Wir planen eine neue stationäre Kontrollstelle für den Schwerlastverkehr an der A9 bei Fahrenzhausen in Fahrtrichtung München, um die Anzahl der Lkw-Kontrollen noch weiter zu steigern», kündigte der Innenminister am Mittwoch bei einem Besuch einer Kontrolle in Grasbrunn (Landkreis München) an. Weitere feste Kontrollstellen in Bayern sollen noch folgen.

Am Mittwoch kontrollierte die Polizei in ganz Bayern verstärkt Lastwagen und Busse. Der Freistaat beteiligte sich damit an der Aktion von Roadpol, dem europäischen Netzwerk der Verkehrspolizeien. Ziel der Aktion war es, die Zahl der Unfälle im Schwerverkehr zu senken.

Bei der Aktion im vergangenen Jahr seien rund 2000 Lastwagen und Busse in Bayern überprüft worden. «Mit einer ähnlichen Größenordnung rechnen wir auch dieses Jahr», sagte ein Sprecher des Ministeriums im Vorfeld der Kontrollen. Genaue Zahlen zu der Aktion dieses Jahr werden am Donnerstag erwartet.

Im Fokus standen Klein-, Tier-, Abfall- und Gefahrguttransporte, hieß es aus dem Ministerium. Zivilfahrzeuge seien unterwegs gewesen, um die Lastwagen und Busse direkt aus dem Verkehr zu ziehen. An Haltebuchten und Parkplätzen sollten zudem speziell geschulte Polizisten die Fahrer herauswinken. Sie waren mit Geräten zur Abstands- und Geschwindigkeitsmessung sowie zur Kontrolle des Fahrtenschreibers ausgerüstet.

Auch die geplante Kontrollstelle an der Autobahn 9 soll entsprechend ausgestattet werden. So werden nach Angaben des Ministeriums eine festinstallierte Lastwagen-Waage und ein Höhenkontrollmessgerät eingebaut. Der Betrieb soll rund um die Uhr möglich sein. Feste Kontrollstationen in Bayern gebe es schon an der Autobahn 8 im Landkreis Rosenheim und an der Autobahn 9 im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Verstärkte Kontrollen sollen die Sicherheit im Schwerverkehr erhöhen. Wegen der Corona-Krise sei zwar deutlich weniger los gewesen auf den Straßen. Die Unfälle mit Lastwägen gingen laut Ministerium im ersten Halbjahr 2020 sogar um 25 Prozent zurück. Trotzdem kamen bei Unfällen im Schwerverkehr 58 Menschen ums Leben – acht mehr als noch im Vorjahreszeitraum. «Schwerverkehrsunfälle sind hochgefährlich. Umso mehr setzen wir auf verstärkte Kontrollen mit hochmoderner Technik», erklärte Herrmann.