Thomas Kreuzer, Fraktionsvorsitzender der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag., © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Kreuzer sieht Karriereende gelassen entgegen

Der scheidende CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sieht dem Ende seiner politischen Karriere nach der Landtagswahl am 8. Oktober 2023 gelassen entgegen. Er habe keine Angst, künftig nicht mehr an Klausurtagungen teilnehmen zu können, sagte er am Donnerstag nach dem Ende der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz. In seinen 29 Jahren habe er an mehr als 50 Klausuren teilgenommen. «Das hat großen Spaß gemacht.»

Kreuzer tritt bei der Landtagswahl nicht mehr an. Wer in der kommenden Legislaturperiode seinen Posten als Fraktionschef übernehmen wird, ist offen. Innerhalb der CSU gibt es viele Gerüchte, es werden viele Namen gehandelt, darunter auch die von aktuellen Kabinettsmitgliedern wie Finanzminister Albert Füracker oder Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Kreuzer betonte, er werde sich nicht an den Spekulationen beteiligen. Sein Nachfolger müsse aber die Fähigkeit und die Kontakte mitbringen, um «den großen Laden zusammenzuhalten». Dazu gehöre es auch, Diskussionen zuzulassen, am Ende müsse im Sinne der Regierungsarbeit dann aber auch eine Entscheidung getroffen werden.

Seit 2013 ist Kreuzer Chef der CSU-Landtagsfraktion, zuvor war er auch Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär im Kultusministerium.