Krisenstimmung bei den Tafeln in der Region: mehr Bedürftige aber weniger Spenden

Bei der Kulmbacher Tafel gehen seit Wochen weniger Lebensmittelspenden ein. Gleichzeitig ist die Zahl der Bedürftigen deutlich gestiegen. Von unter hundert Bedarfsgemeinschaften auf deutlich über 200, erklärt die Chefin der Kulmbacher Tafel heute (Mo) dem Nordbayerischen Kurier.
Zu den Bedürftigen aus dem eigenen Land kommen Flüchtlinge und die Zuweisungen aus dem Ankerzentrum in Bamberg. Da müsse das Tafelteam erfinderisch werden, um allen etwas geben zu können. Statt fünf oder sechs Joghurts pro Tüte sind es jetzt nur noch zwei oder drei, so Höhn. Auch das Brot sei knapp geworden, weil viele Bäcker weniger backen und die Läden wegen der Energiepreise nicht mehr so lange offen sind. Außerdem verkaufen viele Geschäfte ihre Produkte inzwischen kurz vor dem Ablaufdatum zu deutlich günstigeren Preisen – diese Waren sind laut Höhn vorher an die Tafel gegangen. Die Kulmbacher Tafelchefin macht sich Sorgen, sie meint, einige Tafeln werden diese Krise und den kommenden Winter nicht überstehen.