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Künstler zeigen Werke in Impfzentren

Straubing (dpa/lby) – Mit ihrer Initiative «Kunst im Impfzentrum» hat die Gemeinschaft Bildender Künstler im niederbayerischen Straubing etliche Kommunen und Kunstvereine inspiriert: Unter anderem in Kronach, Freising, Oberhaching und Trier schmücken inzwischen Bilder die Wände der Impfzentren. Auch in Regensburg wird eine Ausstellung vorbereitet und in Bottrop zeigte ohnehin schon der Kunstprofessor Gereon Krebber einige seiner Skulpturen im Impfzentrum.

In Trier las Kunsttherapeutin Claudia Grüntgens von den Barmherzigen Brüdern einen Zeitungsbericht über die Straubinger Ausstellung und nahm Kontakt mit dem örtlichen Impfzentrum auf. Dort sind nun Werke ihrer Klienten zu sehen. «Binnen weniger Tage war alles organisiert.» Die Feuerwehr habe beim Aufhängen geholfen. Zudem holte Grüntgens freischaffende Trierer Künstler mit ins Boot, die nun auch einige ihrer Werke zeigen können.

Ähnlich schnell ging es in Freising, wo sich nach Angaben einer Sprecherin des Landratsamtes unter anderem Kulturreferentin Susanne Günther für die Aktion stark machte. Dort zeigen nun vier Mitglieder des Kunstvereins Freisinger Mohr farbenfrohe Werke, um etwas Licht in die trübe Impf-Szenerie zu bringen.

Die Initiatoren des Projektes in Straubing, Erich Gruber und Alfred Dick, freuen sich über die Resonanz. «Es ist etwas in Bewegung gekommen», sagt Gruber. Künstler bekämen auf diese Weise eine Plattform in schwierigen Zeiten. Wegen der Corona-Pandemie finden keine Ausstellungen statt und Museen sind geschlossen.

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