Kulmbacher JUZ muss umziehen: Umbruch in der Jugendarbeit?

Das ist ein Paukenschlag, der unerwartet kommt. Das Kulmbacher Jugendzentrum in der Alten Spinnerei muss umziehen. Grund sind die Bauarbeiten in dem Gebäude, die wohl größer werden als gedacht und die Sicherheit im JUZ im unteren Teil des Gebäudes gefährdeten, heißt es.
Der Hintergrund:
Die offene Jugendarbeit fällt in die Zuständigkeit der Städte. In Kulmbach haben sich vor Jahren Stadt, Landkreis und Kreisjugendring zusammen getan und diese Zusammenarbeit vertraglich geregelt. Bedeutet, die Stadt Kulmbach stellt ein Gebäude zur Verfügung und trägt die laufenden Kosten, außerdem beteiligt sie sich zum Teil an den Kosten für einen Pädagogen. Der Landkreis trägt die restlichen Personalkosten und der KJR gestaltet die praktische Arbeit.
Dieser Vertrag besteht seit Jahrzehnten, nach Radio Plassenburg-Recherchen wurde er alle fünf Jahre verlängert, zuletzt jeweils um ein Jahr. Dass in dem Spinnerei-Gebäude gebaut werden muss, war dafür wohl der Grund.

Trotzdem kommt die Nachricht, dass das JUZ raus muss, überraschend für alle Beteiligten. Sie suchen jetzt nicht nur nach einer passenden Alternative, sondern sehen auch einen möglichen Umbruch in der Jugendarbeit in Kulmbach. Immerhin, in der Alten Spinnerei gibt’s großzügige Räume, die ein Angebot möglich machen, das weit über den bloßen Jugendtreff hinaus geht, mit Theater und etlichen Veranstaltungen mehr.