Kulmbacher SPD zur Mälzerei Müller: Fraktion steht zu ihrer Entscheidung

Auch die SPD rechtfertigt sich jetzt zur Diskussion um die Mälzerei Müller in der Kulmbacher Pestalozzi-Straße. In einer Pressemitteilung schreibt die SPD-Stadtratsfraktion, der Erhalt von geschichtsträchtigen Gebäuden sei der Kulmbacher SPD ein großes Anliegen. Der aktuelle Fall der Mälzerei Müller hätte ihnen gezeigt, dass sie als Fraktion zukünftig neue Bauvorhaben von Anfang an verstärkt hinterfragen müssten. Die Fraktion stehe allerdings auch zu ihrer Entscheidung für das Neubauvorhaben – eine optimale Lösung sei es allerdings nicht.

2011 hatte die Kulmbacher SPD ein Leerstandkataster gefordert, damit wäre ein stadtplanerisches Handeln mit mehr Sinn für Ästhetik und Baukultur möglich gewesen, so die Fraktion.

Die SPD freue sich jetzt über den Sinneswandel ihres FDP-Stadtratskollegen und hoffe, in ihm einen Mitstreiter für ihr Anliegen zum Schutz der Kulmbacher Altstadt gefunden zu haben.

 

Der Stadtrat hatte letzte Woche beschlossen die Mälzerei, die seit Jahrzehnten als Brache in der Kulmbacher Innenstadt liegt, abzureißen und einem Neubau mit 157 Wohnungen grünes Licht zu geben.