Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium., © Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Landesgeschäftsstelle der Grünen wird Opfer von Betrüger

Die Landesgeschäftsstelle der bayerischen Grünen ist Opfer eines Betrügers geworden. Die Polizei habe in Köln einen 25 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Große Teile der ergaunerten Geldsumme seien bei ihm sichergestellt worden, teilte die Polizei in München am Donnerstag mit. Die Grünen hatten nach eigenen Angaben am 11. August Strafanzeige gestellt, bereits am 16. August seien große Teile des Betrags in Höhe von mehreren Tausend Euro wieder gesichert gewesen.

Der Betrüger war nach Darstellung der Polizei mit der Masche des sogenannten CEO-Frauds (etwa: Geschäftsführer-Betrug) vorgegangen. In der Regel sammeln Gauner dabei Informationen über ein Unternehmen und wenden sich dann mit einer fingierten E-Mail an einen Mitarbeiter, in der sie sich als deren Chef ausgeben und um die Überweisung einer Geldsumme auf ein bestimmtes Konto bitten. Um Zweifel bei den Betroffenen zu zerstreuen, werde oft emotionaler Druck und Zeitdruck aufgebaut.

Der Betrug sei bei einer Kontodurchsicht aufgefallen, teilten die Grünen mit. Das interne Kontroll- und das IT-Sicherheitssystem der Landesgeschäftsstelle sei umfassend überprüft worden. Die Mitarbeitenden würden nun im Hinblick auf Cyber-Kriminalität weiter geschult.