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Lebenswerk-Prozess in Bayreuth: Aussage des psychiatrischen Gutachters

Derzeit steht ein 26-jähriger in Bayreuth vor Gericht, dem gut zwei Dutzend Einbrüche vorgeworfen werden und der im Sommer 2020 die Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Bayreuth angezündet haben soll. Kriminalbeamte haben Manuel B. bereits schwer belastet, sein Anwalt sagt aber, dass sein Mandant nicht für den Brand beim Lebenswerk in Bayreuth verantwortlich war.

Jetzt hat auch der psychiatrische Gutachter ausgesagt. Er hat der Strafkammer berichtet, dass der Angeklagte bereits als Kind verhaltensauffällig war. Schon in jungen Jahren habe er es schwer gefunden Anschluss an die Gesellschaft zu finden. Er war in der Jugendpsychiatrie, in der Sonderschule und hat auch keine Ausbildung abgeschlossen. Der 26-jährige habe sich wenig unter Kontrolle, sei leicht reizbar und zudem süchtig nach Cannabis, um sich beruhigen zu können. Vor Gericht sitze jemand, der eigentlich eine lange Therapie nötig habe, so der Psychiater abschließend.

Der Prozess gegen den 26-jährigen Manuel B. wird in zwei Wochen fortgesetzt.