Lebenswerk-Prozess in Bayreuth: Strafkammer beginnt mit Beweisaufnahme

Am Landgericht Bayreuth geht es heute mit dem Strafprozess gegen den Mann weiter, der im Sommer 2020 das verheerende Feuer beim Lebenswerk im Bayreuther Industriegebiet gelegt haben soll. Der Brand hat damals die Werkstatt für Menschen mit Behinderung zerstört und einen Millionenschaden verursacht. Bislang hat der Angeklagte, 26 Jahre alt und berufslos, in der Verhandlung von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht.

Im Prozess gegen den 26-Jährigen, der sich seit seiner Festnahme vor 16 Monaten in Untersuchungshaft befindet, beginnt jetzt die Beweisaufnahme. Im Zeugenstand werden Kriminalpolizisten schildern, wie die Ermittlungen gelaufen sind und wie dem Mann nicht nur die Brandstiftung, sondern auch eine ganze Serie von Einbrüchen im Stadtgebiet nachgewiesen werden kann. Am meisten interessiert, warum und auf welche Weise der Angeklagte das Lebenswerk angezündet und damit rund 200 Menschen monatelang arbeitslos gemacht hat.