Leichte Besserung der Ausbildungszahlen: Handwerker suchen weiter händeringend Azubis

Die Ausbildungszahlen im oberfränkischen Handwerk steigen langsam wieder an. Zum 1. September werden laut Handwerkskammer für Oberfranken rund 1.700 Auszubildende ihre Lehre starten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Zahlen minimal gestiegen, der Normalzustand sei aber noch lange nicht erreicht, so HWK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer. Bauer nennt die Corona-Pandemie als Ursache. Zwei Jahre habe es kaum Schulbesuche oder Ausbildungsveranstaltungen gegeben. Hinzu komme, dass gerade in kleineren Betrieben zusätzlich die Chemie stimmen müsse.

Große Ausnahmen in Oberfranken sind die Landkreise Kulmbach und Hof. Hier gibt es heuer mehr Lehrlinge als vor der Pandemie. In Kulmbach sind es 186 neue Azubis, die heute (Mi) anfangen. Im Landkreis Lichtenfels gab es zumindest zum vergangenen Jahr mehr Lehrlinge, im Landkreis Kronach nimmt die Zahl der Azubis seit drei Jahren leicht ab.