Lenbachhaus lockt mit Romantik, Design und Politischem

Das Lenbachhaus in München plant im kommenden Herbst eine Schau mit Werken des berühmtem britischen Malers Joseph William Turner. Vom 28. Oktober 2023 an seien in Kooperation mit der Londoner Galerie Tate Britain mehr als 80 Gemälde, Aquarelle und Skizzen zu sehen, teilte das Museum am Dienstag in München bei der Vorstellung des Jahresprogramms mit. Turner gilt als Meister der Romantik und als Vorreiter der Moderne. Berühmt sind vor allem seine Landschaftsdarstellungen.

Hochpolitisch ist die Schau der deutsch-iranischen Bildhauerin Natascha Sadr Haghighian, die 2019 den deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig gestaltete. In München zeigt sie Installationen zu Themen wie Migration oder Rüstung, etwa «Pssst Leopard 2A7». Eine Ausstellung im Herbst 2023 widmet sich Günter Fruhtrunk, der unter anderem das Design für Tüten des Discounters Aldi Nord schuf.

Ab dem 31. März 2023 können sich Besucher in Kooperation mit dem Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam mit dem Lebenswerk von Charlotte Salomon befassen, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Im Zentrum steht ihr Singspiel «Leben? oder Theater?» mit Illustrationen und Texten, die sie unter dem Eindruck der Bedrohung durch die Nationalsozialisten schuf.

Noch bis 26. Februar präsentiert das Lenbachhaus eine Retrospektive der Künstlerin Etel Adnan. Berühmt ist auch die Sammlung mit Werken des Blauen Reiters. Bis Jahresende rechnet das Kulturreferat mit insgesamt 200 000 Besucherinnen und Besuchern. Damit sei die Städtische Galerie wieder auf dem Stand von 2019, vor der Corona-Pandemie.