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Literaturfest München startet im Zeichen des Brexits

München (dpa) – Das Literaturfest München steht in diesem Jahr auch im Zeichen des Brexits. Der Schriftsteller, Büchnerpreis-Träger und England-Kenner Jan Wagner widmet sich als Kurator des Autorenforums der Vielfalt Europas und stellt dabei Literatur aus England, Schottland und Irland in den Mittelpunkt. Das Motto lautet «Schönes Babel. Europäische Lektüren».

«Es geht um Gleichheit, Freiheit, Toleranz und die Würde des Menschen», hatte der Münchner Kulturreferent Hans-Georg Küppers bei der Präsentation des Programms betont. Aktueller könne das Thema nicht sein – in Zeiten, in denen Europa zerbrechlich erscheine und der Brexit bevorstehe. Die Autoren Lavinia Greenlaw, A.L. Kennedy und Hugo Hamilton werden ein Jahr vor dem Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union über die Zukunft des Königreiches diskutieren.

Rund 80 Autoren werden zum Literaturfest erwartet, darunter Krimiautor Jo Nesbø («Macbeth. Blut wird mit Blut bezahlt») und Kinderbuchautorin Kirsten Boie («Ein Sommer in Sommerby»).

Höhepunkt ist die Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises am 19. November an den Historiker Götz Aly für sein Buch «Europa gegen die Juden. 1880 – 1945» über Ursachen und Bedingungen des Holocaust. Das Literaturfest startet am Mittwoch, 14. November, und dauert bis zum 2. Dezember.