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LKA übernimmt Ermittlungen zu Angriffen in Würzburg

Würzburg (dpa) – Das bayerische Landeskriminalamt übernimmt in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen zu den Hintergründen der Messerattacke von Würzburg. Das kündigten der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg, Armin Kühnert und Würzburgs leitender Oberstaatsanwalt Frank Gosselke am Samstag bei einer Pressekonferenz in Würzburg an. Die Übergabe an die übergeordneten Behörden erfolge, weil es sich um eine «Amoklage» gehandelt habe, erklärte er. Eine mögliche Beteiligung des Generalbundesanwaltes, der für klare Terrorlagen zuständig wäre, wurde nicht erwähnt.

Ein 24 Jahre alte Somalier hatte am Freitagnachmittag in Würzburg mit einem Messer drei Frauen getötet und mindestens fünf Menschen schwer verletzt. Mindestens zwei davon kämpften am Samstag noch um ihr Leben.

Gegen den Mann sei inzwischen Haftbefehl wegen Mordes in drei Fällen sowie versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in sechs Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung in einem weiteren Fall ergangen. Er sei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden, sagte Frank Gosselke.

Der Somalier hält sich den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge im Zuge eines Asylverfahrens legal in Deutschland auf. Er kam demnach im Mai 2015 nach Deutschland.

Der Mann sei bereits vorher einmal mit einem Messer aufgefallen, das er bedrohlich in der Hand gehalten habe – dabei wurde aber niemand verletzt, hieß es. Im Juni habe er einen Verkehrsteilnehmer belästigt und sei in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden, wenig später jedoch wieder entlassen worden.

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