Lösungen suchen: Oberfranken braucht Arbeitskräfte für den Wirtschaftsboom

Wirtschaftsboom in Oberfranken und Fachkräftemangel sind die Schlagworte unserer Zeit. Auf Schloss Thurnau hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft gestern über Perspektiven informiert. Markant dabei: VBW Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt spricht inzwischen nicht mehr nur von einem Fachkräfte-, sondern von einem generellen Arbeitskräftemangel.

Was helfen kann, sind für den Wirtschaftsmanager das Ausschöpfen des eigenen Arbeitsmarktes, außerdem flexible Beschäftigungsformen, längere Lebens- und flexibler verteilte Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Ralf Holtzwart, Bayern-Chef der Agentur für Arbeit will Teilzeitkräfte motivieren, mehr Stunden zu arbeiten und ausländische Mitarbeiter wehr einbinden – Stichwort gesteuerte Zuwanderung. Großes Potential sieht er auch in ausländische Studenten – 100.000 gibt es aktuell in Bayern und speziell für Oberfranken in der Digitalisierung.

Für den Kulmbacher CSU-Landtagsabgeordneten Schöffel ist ein Ansatz auch die bessere Schulbildung – immerhin sieben Prozent der Hauptschüler gehen seinen Worten zufolge ohne Abschluss von der Schule. Und für Landtagsabgeordneten Thorsten Glauber von den freien Wählern müssen die Berufsschulen nachlegen – dass ein Berufsschüler 200 Kilometer fahren muss, sei nicht mehr zeitgemäß – was es brauche sei Schule vor Ort.