Luft auf Bayerns Straßen sauberer geworden

Die Luft auf Bayerns Straßen ist sauberer geworden. Der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid wurde im vergangenen Jahr nur noch an einer der 48 Messstellen überschritten, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung vorläufiger Messergebnisse des Landesamts für Umwelt (LfU) zeigt. Auch beim Feinstaub habe sich das niedrige Niveau der beiden Vorjahre fortgesetzt. Allerdings ließ das Silvesterfeuerwerk die Feinstaubbelastung an den meisten Messstationen vorübergehend deutlich steigen.

Beim Stickstoffdioxid (NO2) überschritt im vergangenen Jahr allein nach Angaben des LfU die Messstelle an der Landshuter Allee am Mittleren Ring in München den Jahresmittelgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Er lag demnach bei 49 Mikrogramm. Der Mittlere Ring soll ab Februar Teil der Umweltzone werden, in der künftig auch Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 Fahrverbot haben. Der zweithöchste Jahresmittelwert wurde in Nürnberg an der Von-der-Tann-Straße mit 33 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft ermittelt.

Für Stickstoffdioxid-Emissionen ist dem Umweltbundesamt zufolge vor allem der Straßenverkehr verantwortlich, den größten Anteil haben dabei Dieselmotoren. Stickstoffdioxide können wie Feinstaub die Gesundheit gefährden. Sie können zum Beispiel Atemwegsbeschwerden auslösen und stehen im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislaufsystems. Außerdem ist Stickstoffdioxid eine Vorläufersubstanz für die Bildung von Feinstaub und von bodennahem Ozon.

Beim Feinstaub liegt der Tagesgrenzwert bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Am Neujahrstag wurde dieser nach vorläufigen Daten kurzzeitig an 19 von 33 Messstationen in Bayern überschritten. Einen Tag später lagen die Messwerte demnach wieder unter den Grenzwerten.

Pro Kalenderjahr darf die gemessene Feinstaubkonzentration an einer Station 35 Mal über dem Tagesgrenzwert liegen. Dies war im Freistaat 2022 an keiner Messstelle der Fall. Vier Messstationen überschritten nach LfU-Angaben jeweils an drei Tagen den Grenzwert. Die endgültigen Messergebnisse sollen voraussichtlich in der Mitte des zweiten Quartals vorliegen.