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Luise Kinseher erhält Schlappmaulorden

Kitzingen (dpa/lby) – Den Schlappmaulorden der Kitzinger Karnevalsgesellschaft erhält heuer die Schauspielerin und Kabarettistin Luise Kinseher. Die unterfränkischen Karnevalisten gaben den Namen der diesjährigen Preisträgerin am Donnerstag bekannt. Kinseher verstehe es, ihr Publikum mit Charme um den Finger zu wickeln und ab und zu ganz fest an der Nase zu packen, begründeten die Karnevalisten die Auszeichnung.

Mit dem sogenannten Schlappmaulorden zeichnet die Kitzinger Karnevalsgesellschaft seit 1989 Personen mit «lockerer Zunge» und «schlagkräftigem Wort» aus. Die offizielle Übergabe findet traditionell auf der Rosenmontagssitzung statt.

Die im niederbayerischen geborenen Luise Kinseher ist Film- und Fernsehschauspielerin sowie Kabarettistin. Bekannt dürfte sie vielen Menschen vor allem in der Rolle der «Mama Bavaria» beim Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg sein. Kinseher erhielt bereits mehrere Kleinkunst- und Kabarettpreise. Bereits 37 Mal ist der Schlappmaulorden vergeben worden.

Aktuell hält Markus Söder (CSU) den Preis inne. Er durfte den Orden sogar zwei Jahre behalten. Zu den vorherigen Preisträgerinnen und -trägern gehören unter anderem die Politiker Barbara Stamm (CSU), Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Gregor Gysi (Linke), Claudia Roth (Grüne) und Guido Westerwelle (FDP), aber auch Prominente aus verschiedenen Bereichen – etwa Sternekoch Alfons Schuhbeck, Sportkommentator Marcel Reif und Komiker Michl Müller.

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