Michaela Kaniber (CSU)., © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Mehr deutsche Lebensmittel zum Schutz vor Hungersnöten

Deutschland sollte nach Auffassung Bayerns mit einer deutlich gesteigerten Lebensmittelproduktion helfen, drohende Hungersnöte wegen des Krieges in der Ukraine zu verhindern. Deutsche Landwirte könnten zusätzlich drei Millionen Menschen ein Jahr lang ernähren, wenn auf den derzeit ungenutzten ökologischen Vorrangflächen Nahrungsmittel produziert würden, sagte Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montag in München.

«Putin zerstört mit seinem schrecklichen Angriffskrieg gezielt Getreidelager und Verkehrs- und Handelswege für wichtige Lebensmittel wie Weizen und provoziert dadurch Hungersnöte und Lebensmittelkrisen in vielen Teilen der Welt», betonte Kaniber. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass auch Deutschland seinen Beitrag zur Ernährung in den ärmeren Ländern leiste.

Die EU-Kommission habe diese schnelle Hilfe anlässlich des Kriegs rechtlich ermöglicht, «andere EU-Länder setzen dies auch um», sagte Kaniber. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) müsse «alles was in unserer Macht steht» ermöglichen.