© Oliver Berg

Menschen halten sich überwiegend an strikte Corona-Regeln

München (dpa/lby) – Überwiegend haben sich die Menschen in Bayern während der Feiertage an die strikten Corona-Regeln gehalten. Vor allem wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen gab es Anzeigen. Eine 21-Jährige machte sich am Freitag weit nach Mitternacht bei Nördlingen auf dem Heimweg von einer Familienfeier. In Illertissen war ein schwer betrunkener 41 Jahre alter Autofahrer unterwegs. Er hatte bei der Kontrolle um 2.00 Uhr 1,5 Promille Alkohol intus und fuhr in Schlangenlinien.

An einigen Orten löste die Polizei private Feiern auf und zeigte Fußgänger an, die nach 21.00 Uhr auf der Straße waren. Nach dieser Uhrzeit dürfen die Menschen im Freistaat derzeit das Haus nicht mehr verlassen, außer in begründeten Einzelfällen wie in Notfällen oder zum Gassi-Gehen mit dem Hund. Ein Sprecher hatte zuvor verstärkte Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen angekündigt.

Bei einer religiösen Veranstaltung in Augsburg kamen an Heiligabend rund 200 Menschen in einem Veranstaltungsraum zusammen. Da die Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden seien, würden die Veranstalter angezeigt.

Am häufigsten wurde nach Angaben des bayerischen Innenministeriums gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen: 2264 Anzeigen registrierte das Ministerium vom 16. bis zum 23. Dezember.

Die Polizeipräsidien meldeten an Heiligabend und den folgenden Feiertagen nur wenige Verstöße. In München herrschte auf dem Mittleren Ring am Weihnachtsabend um halb neun reger Verkehr – offenbar, weil alle schnell heim wollten, um vor 21.00 Uhr zu Hause zu sein. In Augsburg beobachtete die Polizei ebenfalls «teilweise lebhaften Abreiseverkehr» aus den Wohngebieten. «Ein paar kleinere Feiern, aber nix Großes», bilanzierte ein Sprecher des Präsidiums Oberbayern Süd am Samstag.

In der ersten Woche des Lockdowns wurden insgesamt 4420 Menschen wegen Verstößen angezeigt. Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht stellten die Behörden in der ersten Lockdown-Woche 966 Anzeigen aus. 717 Menschen bekamen Anzeigen wegen verbotener Menschenansammlungen. Gegen Quarantäneauflagen gab es kaum Verstöße – 44 Menschen bekommen deshalb Post von den Ordnungsbehörden.