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Metzgereiensterben in der Region: Metzgerobmann sieht Gesetzgeber in der Pflicht

Seit Mittwoch ist mit der Metzgerei Lauterbach ein echter Traditionsbetrieb in Kulmbach für immer zu. Dass immer mehr Betriebe im Lebensmittelhandwerk schließen, ist eine Entwicklung, die auch der oberfränkische Metzgerobmann Thomas Köhn beobachtet. Im Radio Plassenburg-Interview spricht er über die Gründe für diesen Trend. Der Fachkräftemangel spiele eine Rolle; ebenso die Tatsache, dass viele Kunden ihre Fleisch- und Wurstwaren im Supermarkt kauften. Insbesondere in Sachen Bürokratie sieht Köhn aber den Gesetzgeber in der Pflicht. Er macht sich dafür stark, dass kleinere Handwerksbetriebe andere Auflagen bekämen als große Industriebetrie. Letztere hätten oft Leute, die ausschließlich für das Qualitätsmanagement zuständig seien. In den kleinen Handwerksbetrieben blieben solche Aufgaben am Geschäftsinhaber hängen. Einen Hoffnungsschimmer für die handwerklichen Betriebe sieht Köhn aber aufgrund der Corona-Krise. Viele Menschen hätten sich in dieser Zeit auf Regionalität, Tradition und Handwerk besonnen.

 

(Foto: Symbolbild)