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Millionenschwerer Förderpreis an Biochemiker verliehen

Essen (dpa/lby) – Für seine Forschungen über die Reparatur geschädigter Erbsubstanz hat der Biochemiker Julian Stingele den mit einer Million Euro dotierten Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer erhalten. Der 34 Jahre alte Münchner Wissenschaftler wurde am Donnerstag in Essen geehrt.

Stingele ist seit Oktober 2017 Professor für Zelluläre Biochemie am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Arbeiten gelten laut Stiftung in der Biomedizin als richtungsweisend für die Krebs- und Altersmedizin. Stingeles Forschungsansätze eröffneten umfangreiche Möglichkeiten für die Entwicklung neuartiger Therapieansätze in der Medizin, hieß es. Der in Stuttgart aufgewachsene Nachwuchsforscher hatte sich gegen 40 andere Vorschläge von Universitäten und Forschungseinrichtungen durchgesetzt.

Der seit 1986 jährlich an Natur- oder Ingenieurwissenschaftler verliehene Preis soll es Nachwuchsforschern ermöglichen, ihre Arbeit unabhängig von öffentlichen Mitteln voranzutreiben. Mit dem Preisgeld können die Forscher fünf Jahre lang vor allem Mitarbeiter und Ausstattung finanzieren. Der Preis wurde in Essen im Rahmen eines Festaktes in der Villa Hügel überreicht, dem früheren Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp.