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Ministerin Huml bekommt Unterstützung von ihrer Familie

Nürnberg (dpa/lby) – Die Familie von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (44) hat Verständnis für deren Arbeit. «Mama», habe ihr achtjähriger Sohn Emanuel eines Abends gesagt, «du kämpfst gegen Corona. Dann ist es gut, dass du gehst», erzählte die CSU-Politikerin den «Nürnberger Nachrichten» (Mittwochsausgabe). In der Corona-Krise sei ihr Mann Markus eingesprungen und habe die Betreuung der Kleinen sicherheitshalber von den Großeltern übernommen.

Wenn sie doch mal bei ihrer Familie in Bamberg sei, dann «binden sie mich komplett ein». Sie müsse Legotürme bauen, Fußball im Garten spielen oder «ganz dringend Pfannkuchen backen». Doch das passiere selten genug, meinte Huml im Gespräch mit der Zeitung.

Der Preis, den sie für ihre Arbeit zahle, sei hoch. Spätestens seit der Panne bei den Corona-Teststationen an den Autobahnen sei klar, wie schnell die politische Karriere auch wieder zu Ende sein kann. «Ich kann damit umgehen», meinte die 44-Jährige, «dass ich kritisch hinterfragt werde. Ich stehe in der Öffentlichkeit, das gehört dazu.» Anders als sie lese ihr Mann alles, was über sie berichtet wird. «Es geht schließlich um seine Frau.»