Stühle stehen in einem Klassenzimmer auf den Tischen., © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Misere Lehrermangel: BLLV sagt, die Lage ist schlimmer als gedacht

Welcher Lehrer steht im neuen Schuljahr vor der Klasse? Eine Frage, die neuen Zündstoff hat, seit der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband pünktlich zum Zeugnistag vergangene Freitag erklärt hat, der Lehrermangel sei schlimmer als gedacht.
In den Schulämtern wird aktuell das Personal eingeplant. Zum Beispiel in Bayreuth sagt Petra Rauh vom Schulamt, seit sie dort arbeite, seien die Umstände noch nie so schlecht gewesen. Es gibt wohl einen allgemeinen  Lehrermangel, hinzu kommen etliche ukrainische Schüler und die besonderen Klassen für sie, plus Corona; schwangere und gefährdete Lehrkräfte müssen zum Schutz zu Hause bleiben.

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann wirft der Staatsregierung vor, das Problem  unter den Teppich zu kehren. Sie spricht von einem Brief aus dem Kultusministerium an die Bezirksregierungen, sie sollten zusammen mit den Schulämtern und Schulleitern dezentral ausbalancieren, was noch gehe.
Die Bayreuther Schulamtsangestellte macht schon mal klar, oberste Priorität sei, dass die Klassenlehrer feste, ausgebildete Lehrer sind.