Missbrauchsfälle im Bistum Bamberg: heute wollen Bischöfe Konsequenzen präsentieren

Das Thema Missbrauch steht seit Montag im Mittelpunkt der Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe in Fulda. Dabei wurden bereits Ergebnisse einer umfangreichen Studie zum sexuellen Missbrauch durch Geistliche vorgestellt. Demnach hat es auch im Erzbistum Bamberg, zu dem auch die Dekanate Kulmbach, Kronach und Lichtenfels gehören, Fälle von Missbrauch gegeben. Zahlen wurden von einem Forscherteam bekannt gegeben, die sie in kirchlichen Akten der Jahre 1946 bis 2014 gefunden haben. Es gab Hinweise auf 3.677 Betroffene sexueller Übergriffe und auf rund 1.670 beschuldigte Priester, Diakone und Ordensleute.

Heute, zum Abschluss der Vollversammlung, wollen die Bischöfe erste Konsequenzen aus der Langzeituntersuchung präsentieren.

Zugleich wurde der Ruf nach Konsequenzen und nach Reformen in der Kirche laut – auch von Opferverbänden und aus der Politik.