Misshandlung und Ermittlungen: Kripo will Vorfälle in den Himmelkroner Heimen aufklären

Die Kripo Bayreuth ermittelt in zwei Fällen von Beleidigung und Misshandlung von Menschen mit Behinderung in den Himmelkroner Heimen. Ein schwer behinderter Junge soll von einer Betreuerin wüst beschimpft und eine schwer behindertes Mädchen von ihr sogar mit einem Becher geschlagen worden sein.

Der Fall ist laut der Nachrichtenagentur News5 nur deswegen öffentlich geworden, weil eine 15-jährige Praktikantin die Vorfälle in ihren Praktikumsbericht geschrieben hatte.
Was die Eltern der Betroffenen aktuell auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass die Betreuerin, die daraufhin versetzt worden war, ab Februar wieder in der Wohneinrichtung in Himmelkron arbeiten soll und im Gegenzug vier andere Pflegerinnen, die zu den Vorfällen ausgesagt hatten, versetzt wurden und selbst von Strafversetzung und „mundtot machen“ sprechen. Eine von ihnen hat gekündigt, weil sie, wie sie sagt, ‚das was dort vorgehe, nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren könne‘.

Aktuell wird gegen ein Mitglied des Pflegepersonals der Himmelkroner Heime ermittelt, bestätigt die Polizei. Die Trägerin, die Diakonie Neuendettelsau will sich zu den Vorfällen laut New 5 nicht äußern, teilt aber mit, Transparenz und Aufklärung der Fälle seien sehr wichtig.