Mordprozess Sophia L. : spanische Rechtsmedizinerinnen haben ausgesagt

Im Mordprozess Sophia L. am Bayreuther Landgericht haben gestern die zwei Rechtsmedizinerinnen, die in Spanien die Leiche der 28- Jährigen obduziert haben, ausgesagt.

Das Schwurgericht wollte dabei vor allem die Todesursache und den Tatzeitpunkt klären. Aber auch, ob die 28-Jährige Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden ist.

Wichtigste Erkenntnis: es hat offenbar keinen sexuellen Kontakt zwischen der Anhalterin und dem angeklagten Lkw-Fahrer gegeben. Die Todesursache dagegen ist klar. Sophia starb durch Schläge auf den Kopf, die allerdings zu unterschiedlichen Zeiten ausgeführt wurden. Wann die junge Frau starb, konnte nicht exakt bestimmt werden. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Anhalterin schon am Tag, als sie in den Lkw stieg, umgebracht worden sei.

Nach dem gestrigen Prozesstag, könnte auch die Version des Angeklagten stimmen. Der behauptet, Sophia nicht vorsätzlich ermordet, sondern bei einem Streit im Affekt getötet zu haben.