Blick auf ein Flugzeugtriebwerk auf dem Gelände der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg GmbH., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

MTU legt deutlich zu – Russland-Sanktionen belasten

Beim Münchner Triebwerkshersteller MTU hat sich die Erholung von der Pandemie im ersten Quartal fortgesetzt. Der Umsatz und der Gewinn im Tagesgeschäft legten deutlich zu, wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte. Allerdings haben die Sanktionen gegen Russland infolge des Ukraine-Kriegs teure Folgen: Das Unternehmen schrieb in diesem Zusammenhang 52 Millionen Euro ab – vor allem wegen des Antriebs für den russischen Mittelstreckenjet Irkut MS-21, an dem MTU mitarbeitet.

Im ersten Quartal erzielte der Hersteller einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro und damit fast ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sprang um mehr als die Hälfte auf 131 Millionen Euro nach oben und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Überschuss wuchs jedoch nur um neun Prozent auf 53 Millionen Euro – auch wegen der Russland-Abschreibungen. Für das Gesamtjahr peilt MTU-Chef Reiner Winkler weiter einen Rekordumsatz zwischen 5,2 Milliarden und 5,4 Milliarden Euro an. Der bereinigte operative Gewinn soll im Vergleich zum Vorjahr um einen mittleren 20er-Prozentsatz steigen.