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Münchner Opernhaus interpretiert erstmals Kästner und Ende

München (dpa/lby) – Mit Erich Kästner und Michael Ende haben es zwei der berühmtesten Kinderbuchautoren in den Spielplan des Staatstheaters am Gärtnerplatz Einzug geschafft. Die Künstler des Opernhauses nahmen sowohl Endes «Momo» in Form eines Musiktheaters als auch die Operette «Drei Männer im Schnee» nach der Romanvorlage von Kästner in ihr Repertoire auf. Das gab der Theaterleiter, Staatsintendant Josef E. Köpplinger, am Freitag bei einer Programmvorschau auf die kommende Saison bekannt. Die beiden Stücke erscheinen damit zum ersten Mal überhaupt auf einer Opernbühne.

Ebenfalls uraufgeführt wird ein Ballettstück unter der Leitung von Karl Alfred Schreiner über die sagenumwobene Welt «Atlantis» sowie eine Ballettinterpretation von Shakespeares «Romeo und Julia» mit bisher nicht gezeigter Choreografie. Ebenfalls neu im Programm des Theaters sind unter anderem «Dantons Tod» von Gottfried von Einem, «La Bohème» von Giacomo Puccini und «Der junge Lord» von Hans Werner Henze.

Weitere Neuheiten im Programm bietet auch das Konzertensemble um Chefdirigent Anthony Bramall. So werden neben den bereits erprobten Neujahrs-, Barock und Kammerkonzerten auch Kombinationen von klassischer Musik und Poesie angeboten. Texte von Johann Wolfgang von Goethe, Hector Berlioz oder Christopher Marlowe werden dabei vom Symphonieorchester begleitet.

Mit Beginn der neuen Saison neigen sich auch die Sanierungsarbeiten im Staatstheater am Gärtnerplatz ihrem Ende zu – heiß herbeigesehnt von der Münchner Kulturszene. Von den knapp 100 000 Karten, die im Vorverkauf zu erstehen waren, sind laut Intendant bereits rund 98 000 verkauft.