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Mutationen in Oberbayern, Niederbayern und Oberfranken

München (dpa/lby) – Die wohl hochansteckenden Corona-Mutationen sind in Oberbayern, Niederbayern und Oberfranken nachgewiesen worden. Acht Fälle der britischen Variante seien bislang in München, Erding, Bayreuth, Passau sowie in den Landkreisen Landsberg am Lech und Dingolfing bekannt, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Mutation aus Südafrika sei bei einer Probe aus dem Landkreis Rosenheim festgestellt worden.

Das Landratsamt Berchtesgadener Land meldete zudem, dass bei einer ambulanten Patientin in der Kreisklinik Bad Reichenhall ebenfalls eine Mutation festgestellt worden sei. Es müsse aber noch näher bestimmt werden, ob es sich um die britische oder die südafrikanische Variante handelt, sagte eine Sprecherin der Behörde. Die beiden Mutationen seien sich sehr ähnlich.

Die Landratsämter in Ansbach und Neu-Ulm bestätigten außerdem Fälle des in Nerzen mutierten Virus aus Dänemark. «Informationen über einen gesicherten Nachweis der dänischen Variante in Proben aus Bayern liegen uns bislang nicht vor», betonte ein Sprecher des Ministeriums. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) werde nun Proben von den betroffenen Gesundheitsämtern anfordern.

In Dänemark komme die Mutation nach der Massentötung der Pelztiere nur noch sehr selten vor, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI erst am Mittwoch mit. Die Weltgesundheitsorganisation hatte Anfang November auch keine Hinweise auf erhöhte Risiken bei der Cluster-5-Variante des Virus gesehen. Schon gebildete Antikörper und Impfstoffe könnten allerdings etwas weniger gut wirken, hieß es damals.

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