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Mutmaßlicher Rädelsführer nach Randale vor Gericht

Augsburg (dpa/lby) – Knapp fünf Monate nach Ausschreitungen auf einer Augsburger Partymeile, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden, muss sich ein mutmaßlicher Rädelsführer vor Gericht verantworten. Der Prozess startet heute am Augsburger Amtsgericht, das Urteil wird laut einem Gerichtssprecher noch am gleichen Tag erwartet. Dem 20-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, im Juni mehrere Flaschen auf Polizisten und eine Stange auf einen Passanten geworfen zu haben. Außerdem soll der damals 19-Jährige die Beamten beschimpft und andere Menschen dazu aufgestachelt haben, die Polizisten bei ihrem Einsatz zu behindern.

Angeklagt ist er nach Angaben des Gerichts unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Der damals 19-Jährige war laut Polizei knapp eine Woche nach den Ausschreitungen in der Augsburger Maximilianstraße festgenommen worden.

In der Nacht auf den 20. Juni hatten sich dort nach Polizeiangaben rund 1500 Menschen versammelt. In der Folge kam es demnach zu Angriffen auf Rettungsdienste und Polizisten. Aus der Menschenmenge heraus sei rund 200 Mal mit Flaschen geworfen worden, 15 Beamten seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

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