Nach Debatte um Äußerungen in sozialen Medien: Betroffene wollen keinen Wirbel um die Sache machen

Keinen Wirbel um die Sache machen, aber sich auch nicht alles gefallen lassen. Das wollen sowohl die Kulmbacher Grünen-Kreisrätin Dagmar Keis-Lechner, als auch die Kulmbacher Frauenärztin Maxi Roßberg.

Beide wurden in sozialen Medien persönlich beleidigt oder bedroht. Bei der Gynäkologin wurde unter einem Facebook-Post zu einer geplanten Kinderimpfaktion geschrieben, Zitat, „diese Kreaturen werden diesmal nicht so einfach davonkommen wie im 3. Reich“. Dagmar Keis-Lechner bekam in einem Chat die Ankündigung, man wolle ihr mal einen Besuch abstatten.

Angst habe sie deswegen keine, aber man müsse aufmerksam bleiben, sagt Dagmar Keis-Lechner im Radio Plassenburg Gespräch. Sie werde weiter aktiv Politik machen und ihre Meinung frei äußern.

Dr. Maxi Roßberg macht ebenfalls ganz normal weiter. Ihre Kinderimpfaktion soll wie geplant stattfinden. Im Gegensatz zur Grünen-Kreisrätin hat sie aber Anzeige wegen des Facebook-Kommentars erstattet, weil der Bezug zum dritten Reich einfach zu viel gewesen sei.

In beiden Fällen laufen Ermittlungen und die Kulmbacher Polizei hat angekündigt, sehr wachsam zu sein.