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Natascha Kohnen und die 68er: «Aber hallo»

München (dpa/lby) – Die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen sieht sich als Kind der 68er-Generation. «Aber hallo», sagte die 50-Jährige im Interview der «Abendzeitung» und des «Straubinger Tagblatts» (beide Mittwoch) auf die Frage, ob sie aus einer 68er-Familie stamme. «Man hat das halt einfach gelebt.» In ihrer Familie sei viel debattiert worden. «Es ging um Bildung, um Freiheit, es war superlebendig», sagte die Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl im Herbst.

Obwohl in der Nähe ihres Elternhauses ein antiautoritär geprägter Kindergarten war, sei sie in eine katholische Kita gegangen, erzählte Kohnen im Interview weiter. «Der war mir auch lieber. Die 68er hatten so viele Vorstellungen, was Kinder machen müssen, um sich auszuleben.»

Als Kind habe sie in ihrem Münchner Stadtviertel am Englischen Garten die Rockerzeit voll mitbekommen. «Die sind mit ihren Ketten in Richtung Monopteros durchgezogen.» Wegen Drogenkonsums sei ihr der Aufenthalt an dem Rocker-Treffpunkt von ihren Eltern verboten worden. «Aber die Trommeln vom Monopteros sind der Sound meiner Kindheit.»