Nazi-Prozess Bamberg: Teilgeständnisse vor Gericht

Wie konkret waren die Anschlagspläne, die drei Männer und eine Frau als Mitglieder der verbotenen rechtsextremen Gruppe ‚Weiße Wölfe Terrorcrew‘ in Bamberg ausgeheckt haben? Das ist die Kernfrage im aufsehenerregenden Neonazi-Prozess in Bamberg. Zum Auftakt gestern hat sich einer der Angeklagten von der Gruppe losgesagt. Er gab zu, Pyrotechnik besorgt zu haben, will aber keine Anschläge damit geplant haben.

Den Angeklagten im Alter von 24 bis 39 Jahren wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung, der Umgang mit explosiven Stoffen und die Störung des öffentlichen Friedens vorgeworfen. Wenn das Gericht ihnen konkrete Anschlagspläne nachweisen kann, drohen den Angeklagten bis zu fünf Jahre Haft.

Heute sind in dem Verfahren Aussagen von ermittelnden Polizeibeamten geplant. Das Verfahren soll bis in den Januar dauern.