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Neue Ausstellung über Bahn-Teilung zwischen 1945 und 1989

Nürnberg (dpa/lby) – Das Nürnberger Bahn-Museum beschäftigt sich in einem neu gestalteten Teil der Dauerausstellung mit der deutsch-deutschen Teilung zwischen 1945 und 1989. Mehr als 600 Ausstellungsstücke sind zu sehen – vom Führerstand bis zur Fahrkarte. Für Donnerstagabend war die Eröffnung der Schau vorgesehen, die in den vergangenen zwei Jahren komplett neu gestaltet wurde. «Wir wollen nicht die Technik zeigen, sondern wie die Eisenbahn mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang steht», sagt Museumsdirektor Oliver Götze.

Die Bundesbahn musste sich in der freien Marktwirtschaft der Bundesrepublik gegenüber dem Auto behaupten. Die Reichsbahn dagegen hatte ihre Aufgaben in der sozialistischen Planwirtschaft der DDR zu erfüllen. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Bahnen werden in mehreren Themeninseln veranschaulicht. Auch die dunklen Kapitel dieser Epoche werden nach Angaben des Museums in den Blick genommen – etwa die mangelnde Aufarbeitung der NS-Vergangenheit im Westen oder die Rolle der Staatssicherheit sowie von Zwangsarbeitern bei der Reichsbahn.