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Neuer Mainzer Trainer wohl erst nach dem Bayern-Spiel

Mainz (dpa) – Der FSV Mainz 05 wird vor dem kommenden Bundesligaspiel am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) beim FC Bayern wohl keinen neuen Trainer vorstellen. Der Fußball-Bundesligist plane derzeit, dass Interimstrainer Jan Siewert die Mannschaft in München betreue, sagte der neue Sportdirektor Martin Schmidt am Dienstag bei einer Pressekonferenz. In der kommenden Woche könnte dann aber der neue Chefcoach präsentiert werden. «Wir wollen einen neuen Trainer, auch da einen neuen Reiz, einen neuen Impuls setzten», sagte Schmidt.

In der Kürze der Zeit über Weihnachten sei eine Verpflichtung aber nicht möglich gewesen. Namen kommentierte Schmidt nicht. Dass der frühere Mainzer Profi Bo Svensson gehandelt werde, sei «nicht so abwegig», da der Däne im Club bekannt sei, sagte Schmidt allerdings. «Zu den Namen sagen wir nichts, es ist lustig, was zum Teil angedacht ist für uns. Wir haben konkrete Ideen. Wir sind da intensiv dran.»

Die Rheinhessen hatten bereits am Montag die Rückkehr des einstigen Erfolgsmanagers Christian Heidel und von Schmidt bekanntgegeben. Trainer Jan-Moritz Lichte musste den Tabellen-17. verlassen.

«Niemand verkörpert die Entwicklung des Vereins so wie er», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne über Heidel. Es sei «keine nostalgische Entscheidung, sondern eine für die Zukunft des Vereins» gewesen. Heidel war bis vor vier Jahren fast ein Vierteljahrhundert für die Mainzer tätig gewesen, führte sie mit in die Bundesliga und gilt als Entdecker der heutigen Trainer-Stars Jürgen Klopp und Thomas Tuchel.

Für ihn sei es «ein Gefühl wie nach Hause kommen», äußerte Heidel. Es habe sich zwar viel verändert. «Aber es ist trotzdem mein Club geblieben», sagte der 57-Jährige, der von 2016 bis 2019 für den FC Schalke als Sportvorstand gearbeitet hatte. Schmidt, zuletzt Trainer beim FC Augsburg, sprach von einer «Herzensmotivation», zu den 05ern zurückzukehren. Er war von 2015 bis 2017 FSV-Trainer.