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Neun Prozesstage zum Motorboot-Unfall vom Gardasee anberaumt

Brescia (dpa) – In dem Prozess gegen zwei Münchner nach dem Motorboot-Unfall vom Gardasee mit zwei Toten sind vorerst neun Verhandlungstage bis März anberaumt. Das verkündete der Richter bei der ersten Anhörung am Mittwoch in Brescia. Er deutete aber zugleich an, dass möglicherweise nicht alle Termine nötig sein werden. Er vertagte die Sitzung auf den 16. Dezember. Dann sollen Zeugen gehört werden.

Ein deutscher Unternehmer und ein Freund waren laut Anklage am 19. Juni kurz vor Mitternacht mit einem Motorboot über den Gardasee gerast, hatten ein kleines Holzboot gerammt und dabei die 25 Jahre alte Greta Nedrotti und den 37-jährigen Umberto Garzarella getötet.

Der Deutsche, der das Boot gelenkt haben soll, steht in Italien unter Hausarrest und war beim ersten Verhandlungstag im Gerichtssaal dabei. Er bat nach der Verhandlung bei den Hinterbliebenen um Entschuldigung. Ihm droht eine Haftstrafe von fünf Jahren wegen fahrlässiger Tötung. Sein ebenfalls angeklagter Freund, dem Berichten zufolge das Luxus-Boot gehörte, war nicht persönlich in Brescia.

In der ersten Sitzung wurden vor allem technische Details wie die Terminierung der Verhandlungstage geklärt. Außerdem zogen sich die Familien der Hinterbliebenen als Nebenkläger zurück. Sie hatten sich zuletzt mit einer Versicherung der Deutschen auf die Zahlung einer Entschädigungssumme geeinigt. Dagegen wollen der Ort Salò am Gardasee, wo sich der tödliche Unfall ereignet hatte, und der Gemeindeverband Garda als Nebenkläger in den Prozess einsteigen. Die Details dazu sollen bei der nächsten Verhandlung geklärt werden.

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