Nitratbelastung im Grundwasser: Gewässerschutzorganisation wehrt sich gegen scharfe Kritik

Viele Brunnen im Kulmbacher Land haben zu viel Nitrat im Wasser, das hat im Sommer die gemeinnützige  VSR-Gewässerschutz GmbH e.V. festgestellt. 39 Brunnenwasserproben aus Kulmbach hatte die VSR untersucht und dabei erhöhte Nitratwerte in jeder sechsten Probe festgestellt.

In den letzten Wochen ist die gemeinnützige Organisation scharf von Landwirtschaftsverbänden kritisiert worden für ihre Aussage,  die intensive Landwirtschaft sei Hauptursache der erhöhten Nitratwerte.

Jetzt bekräftigten die Experten der Gewässerschutz-Organisation:  das Wasser habe keine Verunreinigung durch Bakterien aufgewiesen, wie es etwa durch eine Belastung mit Abwasser der Fall wäre.  Damit sieht die VSR Behauptungen von Landwirten widerlegt, die hohen Werte kämen durch kaputte Abwasserrohre zustande und durch Überdüngung in Privatgärten.

Die Gemeinnützige Organisation bekräftigt,  hohe Nitratwerte müssten nicht sein, auch in Wasserschutzgebieten sei Landwirtschaft möglich. Dort gebe es Verträge zwischen Wasserversorgern und Landwirten. Es wird höchste Zeit, so die Fachleute, dass die Nitratauswaschung ins Grundwasser auch außerhalb von Wasserschutzgebieten verringert wird.  Hohe Nitratbelastungen hätten gravierende Folgen für die Umwelt.

(Bild: Dipl.-Phys. Harald Gülzow bei einer Nitratuntersuchung)