© Matthias Balk

NS-Dokumentation Obersalzberg zeigt neues Konzept

Berchtesgaden (dpa/lby) – Die NS-Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden stellt heute erstmals das Konzept für ihre neue Ausstellung vor. Unter dem Titel «Idyll und Verbrechen» soll die Schau in erweiterten Räumen von 2020 an noch mehr als bisher die Geschichte des Nationalsozialismus mit der Geschichte des Obersalzbergs verknüpfen. Der Obersalzberg, seit 1923 Adolf Hitlers Feriendomizil, war nach 1933 zum zweiten Regierungssitz neben Berlin ausgebaut worden. In der Bergidylle erholten sich Hitler und seine Helfer – und planten ihre Verbrechen.

Mit der gut 20 Millionen Euro teuren Erweiterung rüstet sich die zum Institut für Zeitgeschichte in München gehörige Dokumentation für den seit Jahren steigenden Ansturm von Besuchern. Rund 30 000 waren ursprünglich bei der Eröffnung 1999 erwartet worden, heute drängen rund 170 000 Menschen jährlich in die Ausstellung.

Ende Oktober 2017 legte der Freistaat Bayern den Grundstein für die neue Dokumentation Obersalzberg; damit soll die Ausstellungsfläche auf rund 1000 Quadratmeter vergrößert werden. Zugleich wird die Dauerausstellung neu konzipiert und multimedial erweitert. Die Pläne dazu werden nun der scheidende wissenschaftliche Leiter am Obersalzberg, Axel Drecoll, und sein Nachfolger Sven Keller im Kongresshaus in Berchtesgaden vorstellen.