Der Nürnberger Trainer Markus Weinzierl reagiert auf den Spielverlauf., © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Nürnberg verpennt Test gegen Prag: «Club»-Comeback für Blum

Zum Ende der langen Winterpause präsentierte der 1. FC Nürnberg noch einmal seine gewohnten Probleme. Die löchrige Abwehr und wenig Durchschlagskraft in der Offensive waren auch bei der 1:3-Testspielniederlage gegen Sparta Prag treue Begleiter des Fußball-Zweitligisten. «Man hat gemerkt, dass wir weiter sind als vor Weihnachten, machen aber immer noch ein paar Fehler», analysierte «Club»-Trainer Markus Weinzierl nach dem Spiel gegen den tschechischen Erstligisten am Samstag.

Nürnbergs Vorhaben, eine Woche vor dem Rückrundenauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli Selbstbewusstsein zu tanken, scheiterte früh. Schon nach vier Minuten und einem Prager Eckball war der neue Franken-Keeper Peter Vindahl Jensen das erste Mal geschlagen.

«Ärgerlich ist, dass wir ein Standardgegentor bekommen und in dieser Anfangsphase schlecht gespielt haben», kommentierte Weinzierl den von seiner Mannschaft verschlafenen Beginn. Vier Minuten später sah der Fußball-Lehrer schon das nächste Gegentor. Einziger Lichtblick in einer insgesamt enttäuschenden ersten Halbzeit war der Treffer von Christoph Daferner (38.). Doch die Freude über den Anschlusstreffer wurde durch das dritte Prager Tor umgehend zunichtegemacht.

Die erfreulichste Nachricht aus Nürnberger Sicht war an diesem Testspielnachmittag das Comeback von Danny Blum. Die Franken hatten den zuletzt vereinslosen Offensivspieler, der am Valznerweiher einen «stark leistungsbezogenen Vertrag» unterschrieb, erst am Freitag zurückgeholt. Blum spielte schon von 2014 bis 2016 insgesamt 46 Mal für den Traditionsverein.

«Man sieht, dass es jetzt gegen Ende der Vorbereitung geht. Ich bin spät dazugekommen und versuche mich in der nächsten Zeit in die Mannschaft zu finden», sagte Blum, der zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde. Viele Tage bleiben dem Angreifer nicht mehr. Am Sonntag starten die Franken mit einem Heimspiel gegen den FC St. Pauli in die Rückrunde. Als Tabellenelfter hat der FCN nur zwei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.